Gewässerschutzverband Region Zug

Sammelt und reinigt Abwasser.

Reinigung Grosskanäle: 3. Etappe

27.04.2026

Wir haben die Grosskanäle der 3. Etappe erfolgreich gereinigt. Vom Raum Baar führte die Strecke zunächst durch eine Rohrleitung mit 1,5 m Durchmesser, später – Richtung Herti – durch einen rechteckigen Betonkanal mit 1,8 m Breite und 2,3 m Höhe. Im Bereich Cham handelt es sich ebenfalls um einen rechteckigen Betonkanal mit 1,5 m Höhe und Breite. Insgesamt umfasste die Reinigung rund 5,7 km Kanal, verteilt über 53 Haltungen in den Gemeinden Zug und Cham.

Arbeiten im Gebiet Letzi

Im Zuger Gebiet Letzi führten wir parallel zu den Spülarbeiten TV-Aufnahmen durch. Dafür musste der Schmutzwasserstand abgesenkt und umgeleitet werden, damit der Kameraroboter nicht weggeschwemmt wird (- im Kanal fallen rund 90 Liter Schmutzwasser pro Sekunde an).

Im Bereich Letzi zeigten sich zudem starke Ablagerungen. Diese wurden mit einem Doppelgespann aus zwei Saugfahrzeugen entfernt. Das heisst: Ein Fahrzeug löste die Ablagerungen mit einer Reinigungsdüse, das zweite saugte Sand, Kies und Schlamm ab. Auch hier musste das Wasser mittels Wasserhaltung umgepumpt werden. Zusammen mussten für die Wasserhaltungen knapp 2km Schlauch verlegt werden.

Allerlei Kuriositäten kamen dabei zum Vorschein: Löffel, Gabeln und Messer, aber auch Maurerkellen, Spitzeisen, Bohrkerne und Sandsäcke. Insgesamt konnten wir rund 45 m3 Material aus den Kanälen herausschaffen.

Einsatz im Bereich Villette (Cham)

Auch in Cham, im Bereich Villette, kam ein Doppelgespann aus Saugwagen zum Einsatz. Grund dafür war die Lage einzelner Schächte, die sich in nicht befahrbarem Gelände befinden und mit einem einzelnen Fahrzeug nicht erreicht werden konnten.

Beim Einsatz rollte das erste Fahrzeug den gesamten Spülschlauch ab und koppelte ihn an das zweite. Dieses führte den Schlauch weiter, wodurch sich die Reichweite deutlich erhöhte. Auf diese Weise konnte eine Distanz von über 450 Metern erreicht werden – statt der üblichen knapp 250 Meter pro Fahrzeug.

Damit beide Fahrzeuge den Villettepark befahren konnten, wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cham durch den Werkhof Bodenschutzmatten ausgelegt, um den Untergrund zu schützen und Schäden zu minimieren.

Die Reinigung der gesamten Etappe konnte Ende April nun erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer wetterbedingten Unterbrechung – bei Regen fliesst zu viel Wasser durch die Kanäle – dauerten die Arbeiten rund 11 Tage.

Momentan laufen auch die Arbeiten der Etappe 1 : Sanierung der Leitungen und Schächte im Bereich Ägeri